Julia Wiens ist seit Januar 2024 Exekutivdirektorin für den Geschäftsbereich Versicherungs- und Pensionsfondsaufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin). | Foto: BaFin / Matthias Sandmann

Hohe Kosten und wenig Nutzen – Bafin übt Kritik an Lebensversicherungen

Lebensversicherungen stehen unter starkem Druck. Die Bafin prangert hohe Kosten und mangelnden Kundennutzen an. Julia Wiens, Chefin der Versicherungsaufsicht bei der Bafin, fand dazu klare Worte. Die Behörde untersucht derzeit die Kostenstruktur und Kündigungsraten bei Lebensversicherern. Bei 13 Anbietern gab es bereits erste Ergebnisse, weitere sollen folgen.

Mängel in der fondsgebundenen Lebensversicherung

Laut Wiens bieten nicht alle fondsgebundenen Lebensversicherungen einen „angemessenen Kundennutzen“. Einige Unternehmen müssen dringend nachbessern. Besonders problematisch sind die hohen Kosten für Kundinnen und Kunden, die vorzeitig kündigen. Diese betragen in einigen Fällen bis zu vier Prozent der eingezahlten Beiträge. Wiens stellt die entscheidende Frage: „Welche Rendite erzielen die Fonds in Ihren Produkten?“ Die Antwort darauf bleibt meist dürftig.

Rückvergütungen belasten die Kunden

Ein weiterer Kritikpunkt der Bafin sind Rückvergütungen. Fondsgesellschaften zahlen zusätzliche Provisionen an Vertriebe, um ihre Fonds besser zu verkaufen. Diese Kosten tragen letztlich die Kunden. Besonders der Großvertrieb DVAG, der Policen der Generali verkauft, geriet ins Visier der Behörde. Generali lenkte ein und erklärte sich bereit, Kunden aus den Jahren 2021 bis 2023 einen Teil der Kosten zu erstatten. Dieser Schritt zeigt, dass der Druck der Bafin wirkt.

Hohe Kündigungsquoten und drastische Maßnahmen

Die hohen Kündigungsquoten sorgen ebenfalls für Kritik. Nach 40 Jahren haben 70 Prozent aller Kunden ihre Lebensversicherung gekündigt. Diese Entwicklung alarmiert die Bafin. Im Juli 2024 zog die TargoLebensversicherung drei Produkte vom Markt. Grund waren die hohen Kündigungsquoten, die der Bafin aufgefallen waren.

Wiens kündigte an, dass die Behörde entschlossen gegen Missstände vorgehen wird. Die Bafin könne den Vertrieb von Produkten oder Vertrieben untersagen. Auch Maßnahmen gegen Vorstandsmitglieder, die ihre Pflichten vernachlässigen, sind möglich. Die Spannbreite reicht von einer Verwarnung bis zur Abberufung.

Sachwerte als sinnvolle Alternative

Die Kritik der Bafin zeigt: Lebensversicherungen bieten oft wenig Nutzen bei hohen Kosten. Diese Entwicklungen machen deutlich, wie wichtig es ist, über alternative Anlageformen nachzudenken. Sachwerte bieten eine interessante Option. Sie sind inflationssicher und haben eine stabile Wertentwicklung. In Zeiten niedriger Zinsen und unsicherer Finanzprodukte sind Sachwerte eine sinnvolle Ergänzung im Rahmen der Diversifikation. Mit uns werden kein Anleger – Sie werden Eigentümer und profitieren von langfristiger Sicherheit und potenziell höheren Renditen.

Fazit: Ein kritischer Blick auf Lebensversicherungen

Die scharfe Kritik der Bafin an Lebensversicherungen ist ein Weckruf. Hohe Kosten, niedrige Renditen und hohe Kündigungsquoten sind alarmierende Zeichen. Anleger sollten ihre Entscheidungen gründlich überdenken. Sachwerte bieten eine attraktive Alternative, die Stabilität und Wertbeständigkeit verspricht. In einem unsicheren Marktumfeld ist der Erwerb von Sachwerten eine Überlegung wert.

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Das Gespräch stellt KEINE Anlageberatung dar!

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