EVERGRANDE und Allianz

Evergrande Liquidierung: Allianz vor massiven Verlusten?

Die Liquidierung von Evergrande, einst Chinas größtem Immobilienentwickler, hat Auswirkungen auf Investoren wie die Allianz. Evergrande muss aufgrund von Verbindlichkeiten in Höhe von 333 Milliarden Dollar liquidiert werden. Nach dem Scheitern der Verhandlungen mit ausländischen Gläubigern stellt sich die Frage, ob der Konkursverwalter Zugriff auf Vermögenswerte in China haben wird.

Am Montagvormittag gab der High Court in Hongkong bekannt, dass die Evergrande Group, einst Chinas nach Umsatz größter Immobilienentwickler, liquidiert werden muss. Der Entscheid dürfte Schockwellen durch den chinesischen Immobiliensektor schicken.

Bis zum späten Sonntagabend hatten Konzernvertreter und ausländische Gläubiger versucht, eine Einigung über eine Restrukturierung zu erzielen. Evergrande sitzt auf Verbindlichkeiten in Höhe von 333 Milliarden Dollar und kommt seinen Zahlungsverpflichtungen seit Dezember 2021 nicht mehr nach. Top Shine Global, einer der ausländischen Evergrande-Gläubiger, hatte im Juni 2022 den Antrag auf Liquidierung gestellt. Andere Gläubiger unterstützten das Vorgehen.

Allianz und Evergrande: Massive Verluste und Unsicherheiten für Investoren

Für die Allianz und andere Investoren bedeutet die Liquidierung von Evergrande ein erhebliches Verlustrisiko. Seit Evergrande im Dezember 2021 eine erste Anleihe nicht mehr bedienen konnte, kamen bereits fünfzig Immobilienkonzerne ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nach. Der chinesische Immobiliensektor steckt in einer tiefen Krise, und ein Ende ist nicht in Sicht.

Der Handel der Evergrande-Aktie wurde ausgesetzt, nachdem der Kurs des Papiers um 21 Prozent eingebrochen war. Demnach hat der Konzern jetzt noch einen Marktwert von 275 Millionen Dollar. Im nächsten Schritt wird voraussichtlich die Hongkonger Richterin Linda Chan einen Konkursverwalter einsetzen. Im vergangenen Jahr hatte sie bereits die Liquidierung eines chinesischen Immobilienentwicklers angeordnet.

Die Entscheidung zur Liquidierung der in Hongkong notierten Muttergesellschaft verstärkt die Unsicherheit bezüglich des Zugriffs eines Konkursverwalters auf die Vermögenswerte von Evergrande. Dadurch wird die Lage noch komplexer und undurchsichtiger. Diese Entscheidung betrifft formell nur die Muttergesellschaft. Gleichwohl besteht die Möglichkeit, dass Bauarbeiten an laufenden Projekten sowie die Übergabe von fertiggestellten Wohnungen und andere Aktivitäten von Evergrande in China vorerst fortgesetzt werden könnten. Diese Entwicklung könnte die Komplexität der Situation erhöhen und die Planung und Durchführung der Abwicklung des Konkurses erschweren.

Auswirkungen auf die Versicherungen der Versicherungsnehmer

Die Allianz und andere Investoren müssen nun möglicherweise Verluste verbuchen, die sich auf ihre finanzielle Stabilität und die Leistungen für Versicherungsnehmer auswirken könnten.

Die Zukunft des chinesischen Immobiliensektors bleibt ungewiss, und die Liquidierung von Evergrande markiert einen Wendepunkt, der potenziell weitreichende Folgen haben könnte. Es ist daher entscheidend, dass Investoren wie die Allianz Strategien entwickeln, um mit den Herausforderungen umzugehen, die sich aus dieser Entwicklung ergeben können.

Jeder Allianz-Versicherte sollte sich spätestens jetzt überlegen, ob ein Wechsel in Sachwerte nicht sicherer und lohnender ist.

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