Generali

Generali: Deal und mögliche Auswirkungen

Experten warnen vor einem möglichen Umbruch im Provisionssystem von Lebensversicherern nach dem jüngsten Deal der Generali. Die BaFin hat offenbar mit der Generali eine Vereinbarung getroffen, bei der Kunden teilweise Kostenrückerstattungen für Fondspolicen erhalten. Dies könnte zu einem dominoartigen Effekt führen, bei dem auch andere Versicherer ähnliche Maßnahmen ergreifen.

Die BaFin hat Bedenken hinsichtlich überhöhter Abschluss- und Vertriebskosten bei einigen Lebensversicherern. Die Generali könnte hier ein Beispiel setzen, indem sie Kunden Teile der Kosten zurückerstattet. Diese Kosten könnten aus den sogenannten Kickbacks stammen, die Fondsgesellschaften an Versicherer leisten.

Experten wie Gian Vahedi und Max Biesenbach von Simon-Kucher sehen in diesem Deal einen möglichen Vorboten für Veränderungen in der gesamten Lebensversicherungsbranche. Sowohl das Geschäftsmodell der Versicherungen als auch das der Assetmanager könnte davon betroffen sein.

Die Generali könnte die Überschussbeteiligung erhöhen, um die Kostenrückerstattungen zu finanzieren. Dies könnte zu einer Überarbeitung des Provisionssystems führen, da Asset Manager ihre Produkte neu bewerten und ihre Vergütungsmodelle anpassen müssten.

Auswirkungen auf Vermittler und Rückvergütungen

Es stellt sich die Frage, ob Vermittler der Generali in Zukunft mit geringeren Provisionseinnahmen rechnen müssen. Die Praxis der Kickbacks, bei der Vermittler an Rückvergütungen beteiligt werden, könnte sich ändern.

Eine Studie der Rating-Agentur Assekuratadeutet darauf hin, dass übermäßig hohe Kickbacks in der Branche nicht weit verbreitet sind. Allerdings haben nur wenige Lebensversicherer die erforderlichen Daten für die Auswertung bereitgestellt.

Insgesamt könnte der Generali-Deal zu einer grundlegenden Neugestaltung des Provisionssystems in der Lebensversicherungsbranche führen, wobei auch Asset Manager ihre Strategien überdenken müssen. Es bleibt abzuwarten, ob weitere Versicherer ähnliche Maßnahmen ergreifen werden.

Potenzielle regulatorische Maßnahmen und Kundenbewusstsein

Die Entscheidung der Generali könnte den Druck auf andere Versicherer erhöhen, ähnliche Schritte zu unternehmen. Dadurch könnten sich neue Standards im Provisionssystem der Lebensversicherungsbranche etablieren, die eine fairere und transparentere Kostenstruktur für Kunden ermöglichen. Dennoch bleibt abzuwarten, wie die Branche insgesamt auf diese Entwicklung reagieren wird und ob regulatorische Behörden weitere Maßnahmen ergreifen werden, um die Transparenz und Fairness in der Versicherungsbranche zu verbessern.

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